

Katzen sind von Natur aus Raubtiere und für die Jagd hoch spezialisiert und das nicht nur des Hungers wegen. Um sie als reine Hauskatzen zu halten, braucht es die geeigneten Voraussetzungen und die passende/n Katze/n und geeigneten Kaatzenrassen. Idealerweise hat man eher ruhige, gemächliche und zurückhaltende Tiere, welche vielleicht sehr froh sind, nicht der gefährlichen Umwelt ausgesetzt zu sein.
Auch kann man unter Umständen das seltene Glück haben, dass aus einer ehemaligen Freilaufkatze, welche durch schlechte Erfahrungen in der freien Wildbahn, die Sicherheit eines reinen Hauslebens durchaus zu schätzen weiss und somit freiwillig auf den Freilauf verzichtet. Ob man aus einer jungen Katze eine Hauskatze machen kann, entscheidet nicht ihr Alter, sondern ihr Charakter und die DNA, welche sich von «Zuhause» programmiert bekommen hat und dieser lässt sich weder formen noch beeinflussen, auch nicht längerfristig. Hat man ein sehr lebendiges und unruhiges Tier, kann es ihm in der Wohnung bereits ab dem Alter von ca. 5-6 Monaten zu eng und langweilig werden. Die unzufriedene Katze wird alles dransetzen, um mit Untugenden auf sich aufmerksam zu machen und unter Umständen nach draussen zu gelangen.
Idealerweise übernimmt man von privat, vom Tierheim oder vom Züchter Katzen, welche bereits an die Wohnungshaltung gewöhnt sind und damit zufrieden waren. Auch Jungkatzen tun sich leichter, wenn das Muttertier eine reine Wohnungskatze ist. Wird nur ein einzelnes Tier gehalten, ist der Tierbesitzer der einzige Sozialpartner. Der Mensch kann nicht in jeder Hinsicht einen Katzenpartner ersetzen. Es ist sinnvoll, wann immer möglich, sich zwei Katzen zu halten. Die Katze ist ein soziales Wesen und speziell, die als reine Wohnungskatze gehaltene Katze, benötigt Beschäftigung, die häufige Anwesenheit und Zuwendung ihres Menschen und/oder einer anderen Katze.
Hält man sich bereits eine einzelne Katze und ist tagsüber auf Arbeit, folgt oft das Bedürfnis nach einer zweiten Katze, da sich die Katze einsam, unglücklich und unterfordert fühlt. Einen passenden Partner zu finden, ist nicht immer einfach und stellt manchen Besitzer vor eine grosse Herausforderung. Der Charakter und die Bedürfnisse der bereits vorhandenen Katze müssen gut erkannt sein, um ihr mit viel Glück, einen passenden Partner zu suchen und zu finden. Nicht immer ist die eigene Katze der gleichen Ansicht wie sie und es kann zu schlimmen Auseinandersetzungen kommen, bis hin zu Untugenden wie Fauchen, Kratzen, Beissen, Protestpinkeln/koten.
Wichtig bei einer Zusammenführung: nehmen Sie sich viel Zeit oder sogar Ferien, damit Sie das Verhalten und die Entwicklung der beiden beobachten können. Wenn nach 3-4 Wochen die Zusammenführung immer noch nicht harmoniert, muss über eine Rückgabe des Neuankömmlings nachgedacht werden.
Damit ein zufriedenes und harmonisches Zusammenleben möglich ist, sollte sich der Besitzer seiner besonderen Verantwortung bewusst sein und sich immer wieder die Frage stellen: Lässt sich meine aktuelle Wohn-, Lebens-, und Arbeitssituation mit der Haltung einer Hauskatze in Einklang bringen?
Fragen, die ein künftiger Halter sich stellen sollte
Eine Katze die nicht artgerecht gehalten wird, kann dies auf unterschiedlicher Form zeigen und demonstrieren:
Zögern Sie nicht, sich bei Auftreten von einem dieser Anzeichen den Rat einer Fachperson einzuholen.
