Freilaufkatzen

Geschlechtsreife

Ab dem 6. Lebensmonat wird eine Katze/Kater geschlechtsreif. Eine Kätzin kann jährlich 2x aufnehmen und 4-6 Jungtiere pro Wurf zeugen. Sie wollen keinen Nachwuchs, empfiehlt es sich, die Kätzin vor der ersten «Rolligkeit», den Kater mit ca. 7-8 Monaten kastrieren zu lassen. Die Katzen werden durch die Kastration ruhiger und häuslicher. Krankheiten, welche beim Decken oder bei Revierkämpfen übertragen werden, können so reduziert werden. Bei Katern unterbindet man so das hormonelle, übelriechende «Markieren». Die Kastration hat nicht, wie früher angenommen, einen negativen Einfluss auf das Körpergewicht oder Jagdverhalten. Genaue Informationen dazu erhalten sie von ihrem Tierarzt.

Orientierungssinn
Erst ab dem 8. Lebensmonat ist der Orientierungssinn einer Katze voll ausgebildet. Eine Herausforderung für jeden Katzenbesitzer. Es empfiehlt sich, Jungkatzen so lange wie möglich drin zu lassen, idealerweise bis zur Kastration. Möchten Sie ihre Katze dennoch früher Freilauf gewähren, gehen Sie die ersten Male mit ihr raus und gewöhnen Sie sie an ein Halsband mit ihren Angaben und/oder lassen Sie im Alter von 4-6 Monaten chippen! Die Katzen können Gefahren nicht richtig einschätzen und finden oftmals auf ihrer Jagd nach neuen Abenteuern nicht mehr nach Hause zurück. Sind sie neugierig und zutraulich, laufen sie Kindern oder fremden Menschen nach. So mancher erfreut sich an der süssen Katze, ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass sie möglicherweise entlaufen sein könnte. Katzen sind, auch wenn sie hinausdürfen, nicht gerne allein.

Probleme/Ursachen

In der Regel weisen Freilaufkatzen weniger Verhaltensstörungen auf als ihre Artgenossen in reiner Wohnungshaltung. Obwohl Freigänger selbstständig und ungebunden sind, hängt es doch von verschiedenen Faktoren ab, ob sie sich in ihrem Zuhause wohlfühlen oder nicht.


Katzenhalter
Ist der Besitzer wenig zu Hause, hat er wenig Kontrolle über seine Katze. Sie kann sich einsam fühlen und immer seltener nach Hause kommen.


Freilauf
Die Katze darf nur dann ins Haus, wenn der Besitzer zu Hause ist, oder es gibt keine Katzentüre dann streunt sie herum oder sucht tagsüber in anderen Wohnungen eine Bleibe .


Kinder/Tiere
Die Katze fühlt sich von Kindern oder anderen Tieren bedrängt. Sie wird unruhig, reagiert eifersüchtig und/oder aggressiv, kommt immer seltener nach Hause


Haus/Wohnung
Die Katze darf sich nicht überall frei bewegen. Sie versteht das nicht, ist irritiert und fühlt sich zurückgestellt.


Revier
Die Katze kann sich nicht durchsetzen und ein eigenes Revier aufbauen. Sie wirkt verängstigt und nervös.


Umgebung

Der Garten besteht hauptsächlich aus Rasen, Hecke oder einem Zaun. Er bietet wenig interessante, abwechslungsreiche Verstecke und Beobachtungsmöglichkeiten.


Nachbarschaft
Die Katze ist nicht überall willkommen. Sie wird verjagt oder beschimpft. Es gibt Probleme mit den Nachbarn.


Rein und Raus

In welcher Umgebung sich eine Katze wohlfühlen und integrieren kann, wird durch ihren Charakter und ihr soziales Verhalten gegenüber Menschen und anderen Tieren gegenüber, beeinflusst. Eine scheue und schreckhafte Katze hat andere Bedürfnisse an ihr Umfeld als eine neugierige und zutrauliche Katze. Grundsätzlich ist eine Katze in ihrem Verhalten eigenwillig und schwer zu kontrollieren. Ist man arbeitstätig, möchte in der Nacht ungestört sein oder hat eine unternehmungslustige Katze, empfiehlt sich auf jeden Fall das Einbauen einer Katzentüre in Wand, Türe oder Fenster. Ob mit oder ohne Microchip-Funktion hängt von den jeweiligen Bedürfnissen oder Notwendigkeiten ab.

Für eine Katze, welche gerne und viel draussen ist und die Tendenz hat, länger wegzubleiben, ist es vorteilhaft gechipt zu sein oder ein Halsband inkl. Adresse/Telefonnummer zu tragen. Wird sie einmal vermisst oder sie läuft jemandem zu, ist es einfacher, sie als Besitzer ausfindig zu machen. Jede Tierschutzanlaufstelle, sowie die Polizei und gewisse Werkhöfe sind im Besitz eines Chiplesegeräts. Möchte man auf Nummer sicher gehen, wo sich sein Tier gerade aufhält, gibt es die Möglichkeit eines GPS-Trackers mit App auf dem Handy.

Infos dazu erhalten Sie im Internet, Beratung zu Chip und Türe erhalten Sie auch von Ihrem Tierarzt oder einem Tierfachhandel.

Haben sie Fragen oder Unsicherheiten in Bezug auf das Zusammenleben mit ihrer Katze, oder haben sie ein akutes oder längerfristiges Problem?
Zögern sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir beraten sie gerne lösungsorientiert und kompetent.

ALTER INHALT:
Katzen sind von Natur aus Raubtiere und für die Jagd hoch spezialisiert und das nicht nur des Hungers wegen.
Die grosse Anpassungsfähigkeit der Katze lässt es in wenigen Fällen zu, auch als reine Hauskatzen gehalten zu werden. Dazu braucht es aber geeignete Voraussetzungen und die dazu passende Katze/n. Idealerweise hat man eher ruhige und zurückhaltende Tiere, welche vielleicht sehr froh sind, der gefährlichen Umwelt nicht ausgesetzt zu sein. Auch kann man unter Umständen das Glück haben, dass aus einer ehemaligen Freilaufkatze, welche durch schlechte Erfahrungen, die Sicherheit eines reinen Hauslebens durchaus zu schätzen weiss und somit freiwillig auf den Freilauf verzichtet. Nur sind das Ausnahmen und in der Regel selten. Ob man aus einer jungen Katze eine Hauskatze machen kann, entscheidet nicht nur das Alter, sondern auch der Charakter und dieser lässt sich nicht beeinflussen. Hat man ein sehr lebendiges und unruhiges Tier, kann es ihr in der Wohnung, ab dem Alter von ca. 5-6 Monaten zu eng werden und sie wird alles daran setzten um nach draussen zu gelangen.
Ideal sind Katzen, welche bereits als Hauskatzen gehalten wurden und mit ihrem Leben zufrieden waren. Am einfachsten sind Jungkatzen, bei welchen das Muttertier bereits als reine Hauskatze gehalten wurde. Wird nur eine einzelne Katze gehalten, ist der Tierhalter der einzige Sozialpartner, der dann umso mehr für Beschäftigung und Zuwendung sorgen muss. Der Mensch kann aber nicht in jeder Hinsicht einen Katzenpartner ersetzen. Deshalb ist es sinnvoll, wann immer möglich, zwei Katzen zu halten. Hat man bereits eine Einzelkatze, folgt in nicht wenigen Fällen das Bedürfniss, seiner Katze einen Spielkameraden zu suchen. Einen passenden Partner zu finden, ist nicht immer einfach und stellt für die Besitzer vor eine grosse Herausforderung. Die schon länger in der Wohnung lebende Katze kann sich, bei einem Neuankömmling bedrängt oder sogar vernachlässigt fühlen.
Die Katze ist ein soziales Tier und im speziellen die Hauskatze benötigt die Anwesenheit und Zuwendung ihres Menschen und/oder einer anderen Katze im Besonderen.
Damit ein zufriedenes und harmonisches Zusammenleben möglich ist, sollte sich der Besitzer seiner besonderen Verantwortung bewusst sein und sich immer wieder die Frage stellen? Lässt sich meine aktuelle Wohn-, Lebens-, und Arbeitssituation mit der Haltung einer Hauskatze in Einklang bringen?

Wie sieht die Wohnung in den Augen meiner Katze/n aus?
– Steht mir genügend Zeit zur Verfügung, um mich ausreichend um meine Katze/n zu kümmern.
– Ist die Wohnung gross genug, mindestens 3 Zimmer und hat einen frei zugänglichen Balkon?
– Darf sich die Katze überall frei bewegen, auch in Küche und Bad?
– Bietet die Wohnung der Katze genügend Bewegungs- und Rückzugsmöglichkeiten?
– Stehen der Katze genügend Kratz-, Kletter-, und Spielmöglichkeiten zur Verfügung?
Wird die Katze nicht Artgerecht gehalten, kann sie dies in unterschiedlicher Form ihrem Besitzer zeigen und demonstrieren

– Sie wirkt depressiv/lustlos und lässt sich zu keinerlei Aktivitäten bewegen
– Sie ist aggressiv, zerstörerisch und macht bewusst alles kaputt
– Sie reagiert mit Protestkratzen, -pinkeln, -koten,
Spätestens bei diesen Anzeichen sollte der Rat einer Fachperson eingeholt werden.



Die Station ist nicht immer besetzt. Bitte vereinbaren Sie einen Besuchstermin per Telefon. Danke.

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